Generation Zukunft Arnsberg: Tolle Projektideen stehen vor der Umsetzung

Generation Zukunft Arnsberg

Zwischen Februar und September 2014 arbeiteten beim Projekt "Generation Zukunft Arnsberg" rund 100 Aktive in verschiedenen Fokusgruppen an dem Ziel, Arnsberg insbesondere für junge Leute attraktiver zu machen. Sie entwickelten insgesamt rund 140 Ideen und Ansätze, von denen 11 herausragende Projekte auf ihre Machbarkeit geprüft wurden, um nun nach und nach umgesetzt zu werden. Die BürgerStiftung hatte mit 12.000 Euro dazu beigetragen, das groß angelegte, außergewöhnliche Projekt zu realisieren und Arnsberg damit zur "Jugend-Mitmachstadt", wie es Bürgermeister Hans-Josef Vogel ausdrückte, zu machen.

Die offizielle Abschlussveranstaltung im September 2014 war gleichzeitig der Startschuss für die Umsetzungsphase der Projekte, die sich in die vier Bereichen "Freizeit", "Karrieremarketing", "Kommunikation" und "Kulturelles Angebot" einteilen lassen. In den einzelnen Bereichen sollen die folgenden Themen angegangen werden:

Freizeit: Zusätzliche Angebote für den Ruhrtalradweg

Entlang des Ruhrtalradwegs sollen verschiedene Highlights entstehen: Diese reichen von einer Beleuchtung der Skateranlage am Ohl über die Neugestaltung des Areals rund um die Schulen am Berliner Platz und die Errichtung einer "Wildnis in der Stadt" im Binnerfeld" bis hin zu neuen Angeboten für den Solepark an der "Großen Wiese". Im Stadtteil Arnsberg soll außerdem ein "Campus" für die umliegenden Schulen im Bereich des ehemaligen Hallenbads entstehen.

Karrieremarketing: Ausbildungsmesse mit weiteren Maßnahmen

Im Bereich des Karrieremarketings richtet sich der Fokus auf die bisher schon erfolgreich durchgeführte Ausbildungsmesse für Schüler/innen, die einen Ausbildungsplatz suchen. Um diese vorab besser zu informieren, sollen aktuelle Azubis aus den Betrieben als Ausbildungsbotschafter in die Schulklassen kommen. Nach der Messe sollen "Tage der offenen Tür" stattfinden, die einen intensiveren Kontakt der Messebesucher und der Betriebe ermöglichen. Zudem soll eine "Agentur Passgenau" die jungen Menschen beim Übergang in den Beruf begleiten. Ein "Digitales Schwarzes Brett" soll zudem den Informationsfluss verbessern.

Kommunikation: Arnsberg-App und interaktive Freizeitkarte

Hier wünschen sich die Jugendlichen eine Arnsberg-App, mit der sich auch unterwegs abrufen lässt, wann wo was los ist in der Stadt. Eine solche App soll jedoch erst in einem zweiten Schritt realisiert werden, nachdem die Homepage der Stadt zu einem umfassenden, zielgruppenspezifischen Stadtportal ausgeweitet worden ist. Dieses Portal soll dann auch den Input für die App liefern. Darüber hinaus wird an einer interaktiven Freizeitkarte für die Stadt gearbeitet.

Kulturelles Angebot: Open Stage und neue Festivals

Im Bereich Kultur stehen bei den Jugendlichen vor allem mehr Auftrittsmöglichkeiten für Nachwuchsbands sowie mehr Live-Veranstaltungen ganz oben auf der Wunschliste. Die Arbeitsgruppe, die sich selbst den Namen "KulturAlarm" gegeben hat, plant bereits eine Open Stage-Veranstaltung am 18. Dezember 2014 in der KulturSchmiede. Hier ist jeder auf der Bühne willkommen, der etwas vortragen möchte – sei es Musik, Tanz, Schauspiel oder Kabarett. Außerdem sind für den kommenden Sommer Open-Air-Veranstaltungen geplant – möglicherweise ein Konzert unter der Neheimer Ohlbrücke. Im Mittelpunkt der Planungen steht hier das Festival "Arnsberg ruiniert", das im kommenden Sommer auf dem Schlossberg stattfinden soll.

Das Projekt "Generation Zukunft Arnsberg" entstand in Folge einer Befragung von fast 2.000 Arnsberger Jugendlichen im Sommer 2013. Diese hatte gezeigt, in welchen Bereichen die jungen Leute zufrieden mit dem Angebot in ihrer Stadt sind und wo es Defizite gibt.

Für Andreas Bremke, den Vorsitzenden des Vorstands der BürgerStiftung, birgt "Generation Zukunft Arnsberg" großes Potenzial: "Wir haben einen Dialog angestoßen und eine gemeinsame Gestaltungsarbeit begonnen, in der viele Berufe, Talente und Generationen zusammenkommen. Wir sind begeistert, welch beeindruckenden Ideen bisher entstanden sind, und sind gespannt auf deren Umsetzung."